Was gibt dir Halt, wenn du ins Zweifeln kommst?
Du triffst Entscheidungen, übernimmst Verantwortung und hältst vieles am Laufen. Und trotzdem gibt es Momente, in denen ein kritischer Blick oder ein beiläufiger Satz genügt, um dich ins Zweifeln zu bringen. Was gibt dir dann Halt – die Zustimmung anderer oder das Vertrauen in deinen eigenen Standpunkt?
Vielleicht kennst du das: Im Beruf trittst du klar auf, doch in einem persönlichen Gespräch fehlen dir plötzlich die Worte. Du sagst zu, obwohl du ablehnen möchtest. Oder du vertrittst deine Meinung und gehst anschließend jede Formulierung noch einmal durch. Solche Situationen laden dazu ein, genauer hinzusehen: Was geschieht gerade in dir, und was möchtest du bewusst anders gestalten?
Du musst dich nicht immer sicher fühlen, um deinen eigenen Standpunkt zu vertreten.
Selbstbewusstsein: wahrnehmen, was dich bewegt
Wie gut kennst du deine Wünsche, Stärken und Grenzen? Selbstbewusstsein beginnt damit, dich selbst wahrzunehmen. Auch dort, wo dein Verhalten nicht zu dem passt, was dir eigentlich wichtig ist.
Wenn du in einem Gespräch zurückweichst: Entscheidest du dich bewusst dafür, weil dir die Beziehung oder der Zeitpunkt wichtig ist? Oder hält dich die Sorge zurück, anzuecken? Die gleiche Handlung kann aus ganz unterschiedlichen Beweggründen entstehen. Diesen Unterschied zu erkennen, eröffnet dir Wahlmöglichkeiten.
Selbstvertrauen: dir etwas zutrauen
Du kannst eine Entscheidung sorgfältig treffen, ohne ihren Ausgang vollständig zu kennen. Selbstvertrauen heißt auch, dir zuzutrauen, mit den Folgen umzugehen, Unterstützung anzunehmen und deinen Kurs zu korrigieren.
Was geschieht nach einem Fehler? Stellst du dein gesamtes Können infrage, oder kannst du benennen, was du daraus lernen möchtest? Dein Umgang mit dir selbst beeinflusst, ob du den nächsten Schritt wagst.
Selbstsicherheit: deinen Standpunkt vertreten
Im Alltag wird sichtbar, wie du mit dir selbst verbunden bist: wenn du eine Bitte ablehnst, eine Grenze ansprichst oder eine andere Meinung stehen lässt. Du kannst dabei angespannt sein und trotzdem klar und respektvoll handeln.
Es geht darum, deine Haltung auszudrücken und zugleich offen zu bleiben. Du darfst deine Meinung verändern, wenn dich ein Argument überzeugt. Ebenso darfst du bei ihr bleiben, wenn die Zustimmung ausbleibt.
Wann übergehst du dich selbst?
Manchmal fällt erst im Nachhinein auf, dass du wieder vorschnell zugesagt oder deinen Ärger heruntergeschluckt hast. Nimm eine konkrete Situation in den Blick:
- Was habe ich wahrgenommen – in meinen Gedanken und in meinem Körper?
- Was wollte ich sagen, und was habe ich tatsächlich gesagt?
- Wessen Erwartung wollte ich erfüllen?
- Welche Reaktion habe ich befürchtet?
- Welchen kleinen Schritt möchte ich beim nächsten Mal bewusst anders setzen?
Diese Fragen sollen dich dabei unterstützen, deine Muster zu verstehen. Aus diesem Verständnis kann eine Entscheidung entstehen, die besser zu dir passt.
Im Coaching deinen eigenen Standpunkt klären
Im Männercoaching können wir solche Situationen gemeinsam betrachten: Wo verlierst du den Kontakt zu deinen Bedürfnissen? Welche Erfahrungen prägen deinen Umgang mit Kritik? Und wie möchtest du künftig auftreten?
Wir arbeiten an deinem konkreten Anliegen und erproben Handlungsmöglichkeiten für deinen Alltag. So kannst du bewusster entscheiden, wann du dich anpasst, wann du eine Grenze setzt und was du vertreten möchtest – auch wenn es unbequem wird.