Wenn du für vieles da bist
Du bist für vieles zuständig: im Beruf, in der Familie, in deiner Beziehung. Du organisierst, entscheidest und hältst Dinge am Laufen. Doch zwischen all den Aufgaben bleibt manchmal wenig Raum für die Frage: Was brauche ich selbst gerade?
Verantwortung zu übernehmen kann sinnvoll und erfüllend sein. Schwierig wird es, wenn die eigenen Bedürfnisse immer erst dann an die Reihe kommen sollen, wenn alles andere erledigt ist. Dieser Zeitpunkt kommt im Alltag selten von allein.
Vielleicht merkst du es daran, dass selbst freie Stunden wie eine weitere Aufgabe wirken. Oder dass du kaum noch weißt, was dir außerhalb deiner Verpflichtungen Freude macht.
Du darfst verlässlich für andere da sein und dir zugleich bewusst Zeit für dich selbst nehmen. Was brauchst du in diesem Moment?

Ausgleich beginnt mit einem kleinen Schritt
Manchmal tut es gut, aktiv zu werden. Manchmal ist es Zeit, zur Ruhe zu kommen. Vielleicht suchst du auch Ablenkung von etwas, das dich beschäftigt. Nimm dir einen Moment, um wahrzunehmen: Was ist gerade in mir los – und was möchte ich mit dieser Zeit für mich erreichen? Etwas tun, das mich belebt, Abstand gewinnen oder einer Frage Raum geben, die im Alltag immer wieder untergeht?
Damit aus einem Wunsch ein fester Platz im Alltag wird, hilft eine konkrete Verabredung – mit dir selbst und mit den Menschen, die deinen Alltag teilen. Statt „Ich brauche irgendwann mehr Zeit“ könntest du sagen: „Am Donnerstag nehme ich mir nach der Arbeit eine Stunde für mich. Wie können wir das gemeinsam einplanen?“
Auch ein klares Nein kann Raum schaffen. Du musst nicht jede zusätzliche Aufgabe übernehmen, nur weil du sie erledigen könntest. Eigene Grenzen auszusprechen ist ein Teil davon, mit deiner Zeit und Kraft verantwortlich umzugehen.
Welchen kleinen Freiraum möchtest du dir in dieser Woche nehmen? Wähle etwas, das dir fehlt, und gib ihm einen konkreten Termin. Du musst dir diese Zeit nicht erst durch einen vollständig erledigten Alltag verdienen.